Wittlicher Wehr sorgt mit Film für Furore: Jugendliche bekommen für Image-Video Lob aus ganz Deutschland PDF Drucken
Montag, den 12. Oktober 2015 um 16:08 Uhr

Mit ihrem Imagefilm sorgt die Jugendfeuerwehr Wittlich Stadtmitte derzeit für Aufsehen. Der Streifen, den sechs junge Wehrleute selbst produziert und gedreht haben, soll junge Menschen für die Feuerwehr begeistern. In nur wenigen Tagen haben die Nachwuchsfilmer schon viel positive Resonanz erhalten.

So entsteht ein Imagefilm, der in ganz Deutschland gelobt wird.

 

 

Sieben junge Wittlicher sind innerhalb kurzer Zeit bei vielen Feuerwehrleuten in Deutschland bekannt geworden: Die Jugendlichen haben in Eigenproduktion und –regie einen Imagefilm über ihr Hobby bei der Wittlicher Jugendfeuerwehr gedreht und ihn im Videokanal Youtube und im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht. Bereits wenige Tage später haben knapp 30.000 Menschen den Film auf Facebook gesehen, knapp 500 waren es auf Youtube.

Auf die Idee für den Imagefilm waren Marko Daus, Philipp Daus, Glenn Zimmer, Marvin Lützig, Lukas Pesch und Marcel Schmitz im Frühjahr gekommen, weil es ihrem Löschzug an Nachwuchs fehlt. Denn das Sextett wechselt aus Altersgründen bald in die aktive Wehr (siehe Extra). „Wir haben die Idee zuerst unseren Betreuern vorgestellt, die allerdings anfangs etwas kritisch waren“, erzählt Glenn Zimmer. „Sie haben uns das nicht so zugetraut, wir durften nach etwas Überzeugungsarbeit aber doch loslegen“, sagt Zimmer, der schon früher hobbymäßig Videos gedreht und geschnitten hat. „Für den Imagefilm habe ich mir aber eine bessere Ausstattung besorgt“, sagt er.

Nachdem die sechs Jugendlichen das Drehbuch besprochen hatten, ging es an die Umsetzung. Hauptdarsteller in dem Film mit dem Titel „Lass Träume wahr werden“ ist keiner der sechs älteren Wehrmitglieder, sondern der zehnjährige Tobias Gries. Gezeigt werden in dem etwa dreieinhalb Minuten dauernden Film die Aufgaben, Arbeiten und Alltag einer Jugendfeuerwehr.

 

Das Beste aus neun Stunden


Gedreht haben die Wittlicher Jugendlichen meist während ihrer wöchentlichen Treffen, allein für den Dreh der Nachtszenen brauchten sie sieben Stunden. Einige Szenen wurden auch bei einem Wettkampf in Luxemburg gefilmt, bei dem sich die Wittlicher für die Deutsche Meisterschaft der Jugendfeuerwehren qualifiziert haben. Am Ende kamen so etwa neun Stunden Filmmaterial zusammen, das zusammengeschnitten werden musste. „Wir haben lange gefilmt, und es kam viel Material zusammen.

Es war die anspruchsvollste Aufgabe bei dem Ganzen, das alles zu schneiden“, erzählt Glenn Zimmer. „Aber wir wollten den Film auch nicht zu lang werden lassen, weil wir viele andere Filme dieser Art zu lang fanden.“ Das aufwendige Kürzen hat sich gelohnt: Kaum war der Film im Netz, hagelte es Lob von allen Seiten und aus vielen Ecken Deutschlands: Die Jugendwehr aus Haltern am See (Nordrhein-Westfalen) kommentierte das Video zum Beispiel mit „Super Film, spitze“, die Wehr aus Halle im Weserbergland (Niedersachsen) schrieb „Angucken lohnt sich“. „Viele Wehren nutzen den Film auch auf ihren eigenen Internetseiten, um damit Werbung zu machen“, erzählt Jugendwehr-Betreuerin Susanne Scholl.

Und auch Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodernkirch ist von der Arbeit der Jugendlichen begeistert: „Ein wirklich hervorragender professioneller Film, der komplett in Eigenleistung unter der Regie von Glenn Zimmer produziert wurde. Wir können auf eine solche Jugendfeuerwehr stolz sein.“

Nach der großen Resonanz wollen die Wittlicher ihren Film jetzt auch in einem nationalen Kurzfilmwettbewerb einreichen.

 

Und: Das Engagement der Feuerwehrleute hat sich auch bereits auf die Mitgliederzahlen ausgewirkt: Seitdem die Jugendwehr ihre eigene Facebook-Seite hat und der Film online ist, haben bereits mehrere potenzielle neue Mitglieder an den Treffen der Wehr teilgenommen.

(Text: Trierischer Volksfreund,Petra Willems)

DER FILM

 

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